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Zugspitze über Höllental -Tag 3

Die Nacht war kurz. Gegen 1 Uhr nachts war ich schon wach. Das Gepäck war schon gestern vorbereitet, um Zugspitze über Höllental zu klettern, aber ich musste alles noch einmal kontrollieren. Nach dem Frühstück bin ich losgegangen. Es war 2:30 Uhr. Draußen war es dunkel und ich musste mein Helmetlicht benutzen. Es waren circa 9km bis zur Hollentalangerhütte. Die Strecke geht über Hammersbach und Höllentalklamm. Ich wollte über das Klamm gehen, wenn es hell ist, sodass ich es genieße. Leider konnte ich nicht so viel sehen, weil ich dort vor der Dämmerung war.

Trotzdem finde ich den Platz sehr schön. Neben dem Fluss wurden Tunellen im Stein eingebaut. Hier und dort gibt es Löcher, wie kleine Fenster, sodass man das Wasser unten sehen kann. An manchen Stellen tropft ziemlich viel Wasser von den Wänden, aber ich finde es super.

Gegen 7 Uhr war ich neben der Hütte. Dort gab es viele Bergsteiger und Bergsteigerinnen. Alle waren gut ausgerüstet und bereit zu klettern. Bevor ich gehe, musste ich etwas essen. Von hier fängt das echte klettern von Zugspitze über Höllental an an. Die Route sollte ziemlich schwierig sein. Ich bin begeistert, ob ich es schaffe.

Mit dem Klettern anfangen

Die Strecke fängt leicht an, es ist wie Wandern. In etwa 15 Minuten ist es schräger geworden. Manchmal musste ich auf 4 „Beine“ weiter laufen. Obwohl ich zu spät losgegangen bin, habe ich schon die erste Schlange vor der Leiter gesehen. Hier musste ich eine Weile warten. Das war aber ganz in Ordnung, weil ich mein Kletterset anziehen musste.

Die Leiter

Schließlich war ich bereit, die Leiter zu klettern. Um Zugspitze über Höllental zu klettern, muss ich hier klar kommen. Es ist nicht so einfach, wie es aussieht. Vielleicht habe ich die Mitte erreicht, als die erste Welle Höhenangst gekommen ist. Nach unten wollte ich nicht gucken, weil ich wusste, dass ich in einem Platz friere.

Die Eisentreppen sind auch nicht so nah zu einander. Es gab eine Stelle, wo die Treppe fehlte. Langsam, langsam habe ich die Leiter geschafft. Adrenalin gab es viel. Irgendwie habe ich Kraft gesammelt, um ein Selfie mit dem Hintergrund nach unten zu machen.

Das Brett

Kurz nach der Leiter kommt das Brett. Dort hat eine Gruppe mich überholt. Normalerweise habe ich gedacht, dass ich hier keine Probleme kriege. Leider hatte ich eine Recht. Die Gruppe ist zuerst gegangen und sie waren schon durch. Dann war ich daran. Sie haben auf mich gewartet, sodass sie sicher sind, dass nichts mit mir passiert. Dafür bin ich dankbar.

Ich habe noch den ersten Schritt nicht gemacht, als ich bemerkt habe, dass es für mich sehr schwierig ist. Eine große Welle Höhenangst ist gekommen. Nachdem ich mich ein bisschen beruhigt hatte, habe ich einige Schritten nach vorne gemacht. Dann ist ein Mann von der Gruppe zurück zu mir gekommen und er hat mir einige Raten gegeben. Er hat auch bemerkt, dass meine Ausrüstung auch nicht so gut ist, sonder ziemlich einfach. Trotzdem kann man die Route damit schaffen. Wir haben uns kurz unterhalten. Danach war ich bereit, weiter zu gehen.

Mit dem Brett war ich fertig. Adrenalin gab es sehr viel. Ich war nicht sicher, ob ich weiter gehen sollte, aber der Mann hat mir gesagt, dass das hier das schwierigste Teil der Route ist. Deswegen bin ich nach einer Pause weiter gegangen. Das nächste Ziel war der Gletscher. Bis dort gab es aber eine schräge Strecke. Hier musste ich meine Stöcke benutzen. Auf dem Gletscher gab es schon eine lange Schlange. Aus diesem Grund habe ich mich nicht so viel beeilt. Neben einem kleinen Wasserfall habe ich eine Pause gemacht und ich habe Wasser getankt.

Der Gletcher

Von hier bis zum Gletscher waren vielleicht noch 30 Minuten. Dort habe ich meine Steigeisen angezogen. Auf dem Eis hatte ich Spaß. Man sollte nur auf die Eisspalten aufpassen. Es gab viele Leute und man kann Hilfe bekommen, falls etwas passiert, aber trotzdem ist es besser, wenn man sich aufmerksam bewegt. Diese Strecke hat nicht lange gedauert. In kurze Zeit war ich auch an der Schlange. Von hinten sind auch noch viele Menschen angekommen.

Der Klettersteig

An der Schlange vor dem Klettersteig habe ich vielleicht 1 Stunde verloren. Als ich daran war, konnte ich mich nicht vorstellen, wie ich weiter gehe. Vor mir stand eine fast senkrechte Wand. Um mich nach oben zu bewegen, standen kleine Metalltreppen, die im Stein befestigt wurden. Der Abstand dazwischen war ziemlich groß. Man konnte sich auch langsam bewegen, weil man auf die Menschen vorne warten musste. Das Metallseil war zu nah zum Stein und die Karabinere der Bergsteiger hatten Probleme durch zu gehen.

Nach einigen Schritten habe ich bemerkt, dass ich nicht weiter nach oben gehen kann, weil ich keinen Platz für meinen rechten Fuß finde. Eine Frau unten mir hat mir eine Rate gegeben und ich konnte weiter klettern.

Dieser Teil des Klettersteiges war vorbei. Leider bin ich auf einem Platz gefroren, weil die Höhenangst mich wieder erwischt hat. Ich konnte einfach mich nicht bewegen. Einige Leute haben mich überholt. Irgendwann habe ich genug Mut gesammelt, um fortzufahren. Ich musste einige Metallstangen überqueren, wie beim Brett, aber ich musste mich auch nach oben bewegen. Das Befestigungsseil war auch wackelig. Hier war ein der Bruchpunkten meines Kletterns.

Kurz danach kommt eine Seilfreie Strecke. Dort konnte ich mich entspannen und meine Gedanke zusammen sammeln. Man…. Das war bis jetzt aber anstrengend. Eine Frau hat mir gesagt, dass diese Strecke die schwierigste war. Das hat mir ein bisschen Kraft gegeben. Nach der Pause habe ich mich ein bisschen besser bewegt. Es gab noch etwa 3 Stunden bis zum Zugspitze.

Lezter Schub

Die Strecke bis zum Gipfel sollte mit Seil versichert werden. Das wird meiner Höhenangst aber nicht helfen. Der Anfang des Klettersteigs war echt anstrengend. Aus diesem Grund hatte ich keine größere Probleme nach oben. Natürlich gab es Plätze, wo meine Höhenangst wieder angekommen ist, aber langsam habe mich an der Höhe gewöhnt. Ich denke, dass ich es bis zum Gipfel schaffe.

Nach unten habe ich nicht geguckt. Ich wollte, aber vielleicht friere ich wieder auf einem Platz. Hier und dort habe ich Pausen und einige Selfies gemacht. Der Blick war super toll. Das Wetter hat auch mitgespielt. Nachmittags war es ein bisschen zu warm, aber erträglich. Gegen 15 Uhr war ich nicht so weit vom Gipfel, aber ich war ein bisschen müde, weil ich mehr als 12 Stunden unterwegs war. Bald sollte ich oben sein. Aber ich wollte auch mir Zeit nehmen, um den tollen Blick zu genießen.

Auf Zugspitze

In 16:30 Uhr war ich neben dem Kreuz am Gipfel. Dort habe ich einige Fotos aufgenommen und mit Menschen gesprochen. Ich habe auch manche Bergsteiger getroffen, die mich überholt haben. Sie haben mir gratuliert, dass ich es geschafft habe. Kurz danach war ich unterwegs zum Münchener Haus, wo ich mein Gepäck lassen könnte.

Zunächst wollte ich einige Biere erledige n. Alles war aber oben zu. Nur meine Hütte war auf, aber ich musste nach dem Wirt suchen. In circa 10 Minuten hatte ich schon zwei kalte Biere in meinen Händen. Man, das Bier schmeckt so gut. Jetzt hatte ich Zeit bis zum Abendessen um 19:30 Uhr, mich zu entspannen. Für Abendessen gab es eine riesige Portion Pasta Bolognese. Daneben gab es auch Bier. Das Essen hat mir gut geschmeckt.

Als ich fertig war, bin ich draußen gegangen. Der Sonnenuntergang kommt bald. Mit Bier in Hand habe ich darauf gewartet. Wir waren nur vielleicht 10 Menschen oben und es war so ruhig und schön. Das war meine Belöhnung nach dem anstrengenden Tag.

Feierabend

Um 21:30 Uhr war ich schon im Bett, nachdem ich Zugspitze über Höllental geklettert habe. Es ist Hüttenruhe. Von mir bin ich heute stolz. Morgen muss ich nach unten. Anscheinend mit dem Zahnrad nach Garmisch Partenkirchen. Normalerweise habe ich es so geplant, dass ich zurück über das Reintal komme, aber das Wetter wird nicht gut sein. Ich habe keine Lust auf 21km unter Regen.

Mehr über den Bergstieg kann man in Komoot erfahren: Klettern über Höllental

Hier kommt ein Video auf Youtube.

So bis morgen.

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