On Top of Europe – Year 5 – Vorder Grauspitz – Lichtenstein
On Top of Europe – Year 5 – Vorder Grauspitz – Lichtenstein ist das letzte Tour der Serie für dieses Jahr. Heute befinde ich mich in der Schweiz, in der Nähe von Malans, wo ich einen kleien Campingplatz gefunden habe. Es ist auch mein Geburtstag und ich werde es versuchen, den Gipfel zu besteigen (in 2023 habe ich es wegen schlechtem Wetter nicht geschafft – 100 Höhenmeter fehlten…).
Es sollte ganzer Tag regnen, aber ich wollte mindestens mich etwa bewegen. Der Plan war, zu Fuß nach Malans zu gehen (circa 5km) und von dort wollte ich die Älplibahn nehmen. Gegen 6:30 Uhr morgens war ich schon unterwegs. Für jetzt sah das Wetter gut aus. Mal sehen wie lange es so bleibt.
Malans habe ich in circa 1 Stunde erreicht. Es ist eine kleine schöne Stadt, mit sehr engen Wegen. Die Seilbahnstaton habe ich schnell gefunden und mir ein Ticket gekauft. 15 Minuten dauerte die Fahrt und dann konnte ich von oben das gaze Tal vor mir sehen. Super toller Blick. Von hier habe ich jetzt circa 10 Kilometer bis zum Vorder Grauspitz. Los geht es.
Am Anfang habe ich einen Kiesweg gefolgt und kurz danach geht es auf kleine Wege durch die Felder. Es ist etwa steil, aber geht ganz gut. Um mich herum gab es einige kleine Hütten und einige Herden von Kuhen. Die Landschaft hat mir ganz gut gefallen.
Für jetzt war ich ganz allein unterwegs. Vielleicht war es so, weil es heute regnen sollte. Soweit habe ich aber nur Sonne. Nicht schlecht. Vielleicht ist das mein Geschenk für meinen Geburtstag.
Ich bewege mich in der Richtung von Ljes. Bis dahin sollte der Weg ganz in Ordnung sein – mal Kiesweg, mal Wanderweg. Irgendwann habe ich die beiden alten Tunnele erreicht. Das Erste ist ziemlich kurz, das Zweite etwa länger und dunkler. Licht wurde ich hier empfehlen, sodass man nicht irgendwo stolpert. Es gibt auch kleine Lücken, woher ein bisschen Tageslicht kommt, aber es ist nicht genug. Hier habe ich der erste Marmot für den Tag gesehen. Er ist schnell verschwunden.
Kurz danach habe ich Ljes erreicht. Von dort geht der kleine Weg nach oben. Hier wird es anstrengender. Wichtig ist es, dass es überall keine Wegmarkierung für Vorder Grauspittz gibt. Deswegen sollte man sich ganz gut im Voraus erkundigen, wie es nach oben geht (auch nach unten, das kommt später).
Von meinem Standort konnte ich den Naafkopf und Hinter Grauspitz sehen. An manchen Stellen habe ich für kurze Zeit den „Weg“ verloren. Es ist kaum erkennbar. Die ersten senkrechten Stellen konnte ich schon sehen. Die Höhenangst kommt langsam, aber ich bin glücklich, dass das Wetter so schön und sonnig ist. So konnte ich schöne Luftaufnahmen mit der Drohne hier und dort machen.
Gegen 11 Uhr war ich auf circa 2300 Meter und ich konnte mein Ziel sehen. Bis dahin musste ich aber zuerst nach unten gehen, dann ein kleines Tal überqueren und am Ende musste ich der sehr steile, nicht markierte Weg zum Gipfel nehmen. Es handelt sich um gefallene Steine und keinen normalen Weg mehr. Auf 2 bis 4 Beine und mit viel Geduld und Aufmerksamkeit bin ich langsam nach oben gegangen.
Hier habe ich die erste Menschen heute getroffen. Ein Man konnte es nicht mehr schaffen, den Rest ist schon nach unten gegangen, nachdem sie zuerst den Gipfel erreicht hatten. In etwa einer Stunde war ich auch ganz oben – Vorder Grauspitz – 2599 Meter hoch mit wunderbaren Blick.
Kaum Wind, schöne Sonne – wirklich ein Geschenk für mein Geburtstag. Ich freue mich darauf, dass ich nicht früher aufgegeben hatte, als ich morgens früh die Wettervorhersage gesehen habe.
Auf dem Gipfel habe ich mich mit einer Gruppe Jungs aus Lichtenstein lange unterhaltet. Danach habe ich Bilder und Videos aufgenommen – wieder ganz allein da. Dann ist die Zeit gekommen, nach unten zu gehen.
Und hier ist es, wo es interessanter geworden ist. Ich habe mich auf eine Verkürzung entschieden, die auf der Karte nicht angezeigt wurde. Auf ersten Blick sah das machbar – vom Gipfel ganz direkt nach unten. Es war wirklich steil und ich musste viel aufpassen. Auf der Karte gibt es nichts, aber ich habe Spure gefunden, dass hier es eine Route gibt, weil es Seilsicherungen in den Felsen gab. Minen von der Armee gab es auch (schon kaputt) – Teile davon lagen einfah hier und da. Merkwürdig!
Nach unten war anstrengend. Ich habe einige trockene Wasserfälle gefunden und sie benutzt, um nach unten sicherer zu gehen. Das hat ganz gut geklappt, aber bis ich unten bin hat es gedauert. Am Endeffekt war das circa eine Stunde, aber ich habe 3 Kilometer gesparrt. Natürlich dazu kommt auch die Addrenalin. Trotzdem wurde ich meine Route nach unten nur erfahrenen Menschen empfehlen, mit den Latchen geht es hier nicht.
Das steile Teil war hinter mir. Ich stand neben Canibach, wo es viele Kühen gab, weil es dort kleine Seen gibt, manche davon in dieser Jahreszeit sind ohne Wasser.
Von hier habe ich wieder einen anderen Weg zur Älplibahn genommen, war auch so geplant. Ein bisschen habe ich mich beeilt, weil ich um 18 Uhr eine Fahrt reserviert hatte und ich war circa 2 Stunden auf dem Gipfel. Nachmittags hat sich das Wetter verschlechtert. Etwa 1 Stunde vor der Seilbahn hat es ein bisschen getropft. Ich habe mir aber keine Sorgen gemacht, weil ich mit dem Tour fast fertig war.
An der Station habe ich ein Bier getrungen und dann meine Bahn nach unten genommen. Am Ende musste ich noch 5 Kilometer bis zum Campingplatz spazieren und das war es. Glücklich habe ich meinen Wagen erreicht und jetzt konnte ich mich entspannen. Drei Jahre später habe ich alles geschafft. Für dieses Jahr gibt es nichts mehr – nächster August geht es mit der Serie On Top of Europe weiter.
Hier findet man weitere Touren dieser Serie.
Genaue Beschreibung der Route auf Komoot.
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