On top of Europe – Year 4 – Kebnekaise – Tag 2
On top of Europe – Year 4 – Kebnekaise – Tag 2 – zum Gipfel. Gegen 8 Uhr startete ich von der Kebnekaise Fjällstation. Dort mietete ich Steigeisen – meine eigenen lagen im Auto, und nur mit Schuhspikes wollte ich den Gletscher nicht betreten. Unbedingt nötig sind sie nicht, aber sicher ist sicher.
Die Westroute zum Gipfel misst rund 9 Kilometer mit etwa 1.800 Höhenmetern – anstrengend, aber landschaftlich grandios. Zunächst ging es durch das Tal, dann folgte der erste steile Aufstieg entlang eines kleinen Flusses mit Gletscherresten. Trotz leichtem Regen blieb das Wetter stabil, und es waren viele Wanderer unterwegs.
Nach einer Flussquerung und einer kleinen Metallbrücke erreichte ich die berühmten Steintreppen. Nach einer halben Stunde steilen Aufstiegs lag der erste Gipfel vor mir. Von dort ging es hinab in ein felsiges Tal und wieder bergauf – technisch der anspruchsvollste Teil der Route. Wasserquellen gibt es hier keine mehr, daher war ich froh über meine Filterflasche.
An der Gamla Toppstugan gönnte ich mir eine Pause. Von hier ist der Gipfel in 15–20 Minuten erreichbar. Kurz vor dem Gletscher setzte leichter Regen ein. Die Steigeisen brauchte ich nur für etwa 50 Meter, doch sie gaben sicheren Halt – im Gegensatz zu einigen Wanderern, die ausrutschten.
Oben war ich für kurze Zeit allein und konnte den atemberaubenden Blick genießen. Dann verschlechterte sich das Wetter rasch: Wind, Schnee und fallende Temperaturen. Zeit für den Abstieg.
Der Rückweg über Gamla Toppstugan, Steintreppen, Flussquerung und Tal forderte noch einmal Kraft. Gegen 16 Uhr erreichte ich erschöpft, aber glücklich mein Zelt – und belohnte mich mit einem kalten Bier.
Ein langer, anstrengender, aber unvergesslich schöner Tag. Morgen folgen die letzten 19 Kilometer zurück nach Nikkaluokta.
Bis dann.
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