0
(0)

Die Turmjagd – Teil 46 – Schlüsselsuche und 5 neue Türme

Die Turmjagd – Teil 46 – Schlüsselsuche und 5 neue Türme ist das letzte Tour der Serie für April. Insgesamt habe ich 4 solche Toure diese Woche gemacht. Weiter im April standen einige Wanderungen auf dem Programm. Für diesen Tag hatte ich mir den Wierturm, den Bismarckturm in Tecklenburg, den Heinz-Romsche-Turm, den Austumer Aussichtsturm und das Emsdettener Venn vorgenommen.

Zum Wierturm

Gegen 9:30 Uhr verließ ich bei wackeligem Wetter den Campingplatz in Richtung Tecklenburg. Die ersten Kilometer waren noch einfach zu fahren, doch danach wurde die Strecke bis Tecklenburg ziemlich steil. Vieles musste ich im ersten Gang fahren. Zum Glück gibt es dort gute Radwege, sodass man nicht zusammen mit den Autos auf der Straße fahren muss.

Nach kurzer Zeit erreichte ich die Burgruine und fand auch den Aussichtsturm. Leider war dieser verschlossen. Ich sprach mit jemandem vor Ort und erfuhr, dass man den Schlüssel für den Turm im Haus des Gastes unten in der Stadt holen kann.

Mein Fahrrad ließ ich oben stehen und lief schnell die Treppen hinunter in die Stadtmitte. Das ist eine praktische Abkürzung. Das Haus des Gastes fand ich zwar schnell, aber leider war es noch bis 11 Uhr geschlossen. Da ich nicht etwa 40 Minuten davor warten wollte, ging ich zurück zur Burg und schaute mir in der Zwischenzeit die Ruinen an. Eigentlich sehen sie sehr interessant aus, und ich machte einige Fotos.

Kurz nach 11 Uhr ging ich noch einmal zum Haus des Gastes. Dieses Mal hatte ich Glück und es war geöffnet. Gegen ein Pfand konnte man dort den Schlüssel bekommen. Also machte ich mich erneut auf den Weg zur Burg, öffnete die Tür des Turms und stand wenig später auf der Aussichtsplattform. Es handelt sich um einen massiven Aussichtsturm aus Stein. Die Plattform ist allerdings sehr klein, und der Ausblick ist nicht so gut, wie man erwarten würde.

Danach holte ich mein Fahrrad und fuhr noch einmal zum Haus des Gastes, um den Schlüssel zurückzugeben. Dort fragte ich gleich, ob der Bismarckturm in der Nähe geöffnet sei, denn bei Google stand, dass er geschlossen sei. Mir wurde gesagt, dass der Turm zwar verschlossen ist, aber ein Schlüssel im Hotel neben dem Bismarckturm erhältlich sei.

Bismarckturm Tecklenburg

Nur einen Katzensprung weiter erreichte ich den Bismarckturm. Eigentlich kann man ihn kaum verfehlen, da er fast direkt an der Straße steht. Mein Fahrrad parkte ich vor dem Hotel und wollte an der Rezeption den Schlüssel holen.

Leider war die Rezeption geschlossen und ich hätte bis 14 Uhr warten müssen. Das passte überhaupt nicht in meinen Plan. Also ging ich zunächst zum Turm und machte einige Fotos von außen. Aber ich wollte natürlich auch hinein. Da ich nicht so leicht aufgebe, begann ich eine zweite Schlüsselsuche.

Auf der Hotelterrasse sah ich eine Reinigungskraft und fragte nach dem Schlüssel. Glück gehabt: Es wurde eine Frau gerufen, die mir schließlich den Schlüssel gab. Zufrieden öffnete ich die große Tür. Mit mir waren noch zwei Frauen dort, die gesehen hatten, wie ich nach dem Schlüssel suchte. Auch sie hatten Glück, denn nirgendwo stand, wie man in den Turm gelangen konnte. Genauso war es schon beim Wierturm gewesen.

Von außen sieht der Turm wirklich gut aus: massiv, aus Stein gebaut und gepflegt. Innen ist es jedoch eine andere Geschichte. Die Wände sind sanierungsbedürftig, einige Fenster sind beschädigt und insgesamt wirkt alles etwas vernachlässigt. Über mehrere Ebenen geht es hinauf bis zur Aussichtsplattform. Doch auch dort folgte die nächste Enttäuschung: Viel Aussicht gibt es nicht.

Also wieder hinunter, den Schlüssel zurückgeben und weiter auf den Weg.

Heinz-Romsche-Turm

Für eine Weile ging es nun fast nur bergab. Bis zum nächsten Ziel lagen noch einige Kilometer vor mir, doch die Strecke war angenehm und ohne große Anstrengung zu fahren. So erreichte ich den nächsten Turm recht schnell.

Es handelt sich um eine Holz-Metall-Konstruktion. Der Aussichtsturm ist sehr klein: ein paar Treppen und oben eine Plattform. Von dieser Höhe kann man natürlich keinen besonders weiten Blick erwarten. Trotzdem ist es ganz in Ordnung. Wirklich als Turm würde ich ihn allerdings kaum bezeichnen. Nach einer kurzen Pause fuhr ich weiter.

Austumer Aussichtsturm

Ein Stück fuhr ich zunächst den gleichen Weg zurück und dann weiter in Richtung Emsdetten. Der Aussichtsturm liegt am Ende der Stadt. Die Strecke dorthin war teilweise nicht besonders gut befahrbar. An einer Stelle musste ich das Fahrrad sogar ein Stück tragen.

Die Konstruktion ist ähnlich wie beim Heinz-Romsche-Turm, aber mit fast gar keiner Aussicht. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, extra hierher zu kommen. Man sieht praktisch nichts. Daneben stehen ein Tisch und zwei Gartenbänke, die ebenfalls nicht gerade in gutem Zustand sind. Aber so ist es eben manchmal: Man muss es erst selbst sehen, um es zu wissen. Nicht immer ist alles beeindruckend.

Aussichtsturm Emsdettener Venn

Der letzte Turm auf meiner Liste für diesen Tag. Noch etwa sechs bis sieben Kilometer, dann sollte ich dort sein. Die Strecke war einfach, aber schön zu fahren. Das Emsdettener Venn liegt in einem kleinen Naturschutzgebiet, und ich erreichte es recht schnell.

Dieser Turm machte direkt einen besseren Eindruck und bot auch eine etwas bessere Aussicht. Außerdem war es dort angenehm ruhig. Von der Aussichtsplattform aus kann man gut Vögel beobachten. Im Inneren gibt es einige Informationstafeln, und davor steht eine kleine Bank, falls man eine Pause machen möchte.

Als ich dort war, kamen nach und nach mehrere Gruppen an. Sie hatten Aufgaben auf einem Zettel und arbeiteten diese gemeinsam ab. Eine Aufgabe bestand darin, die Treppen an verschiedenen Aussichtstürmen zu zählen. Das fand ich ziemlich interessant. Wir unterhielten uns über ihre Aufgaben und auch über meine Reise.

Gegen 16 Uhr hatte ich alle Türme besucht. Da ich noch etwas Zeit hatte, fuhr ich spontan weiter nach Steinfurt. Dort blieb ich ungefähr eine Stunde, musste mich danach aber beeilen, weil das Wetter schlechter wurde. Zwischendurch hatte es leicht geregnet, und später sollte es stärker werden.

Vor mir lagen noch über 30 Kilometer. In zügigem Tempo fuhr ich die Strecke zurück und erreichte in der Dämmerung meinen Campingplatz. Nachdem ich alle Türme erfolgreich besucht hatte, konnte ich endlich entspannen und mich darauf freuen, am nächsten Tag nach Hause zu fahren.

Genaue Beschreibung der Route auf Komoot.

Auf Instagram.

Mehr über meine Aktivitäten auf Facebook.

Wie gefällt dir den Beitrag?

Drucke auf einen Stern, um eine Bewertung zu geben!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Bewertungen: 0

Bis jetzt gibt es keine Bewertungen! Sei der Erste, der eine Bewertung gibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert