Die Turmjagd – Teil 45 – noch 7 Türme auf der Liste
Die Turmjagd – Teil 45 – noch 7 Türme auf der Liste – das nächste Tour der Serie. Heute standen gleich sieben Türme auf meiner Liste: Varusturm, Hermannsturm, Wasserturm Borgloh, Aussichtsturm Beutling, Luisenturm, Steinegge und Lüdenstein. Der Wasserturm war ursprünglich gar nicht eingeplant, aber ich habe festgestellt, dass er teilweise zu einem Aussichtsturm umgebaut wurde – also musste er natürlich mitgenommen werden. Für den Tag erwartete mich eine rund 100 Kilometer lange und anspruchsvolle Route.
Varusturm
Am frühen Morgen wurde ich vom Regen geweckt und fragte mich zuerst, ob die Tour heute überhaupt stattfinden würde. Trotzdem machte ich mich langsam fertig und wartete darauf, dass das Wetter besser wurde. Gegen 10 Uhr konnte ich schließlich meinen Campingplatz in Richtung Lengerich verlassen. Hoffentlich bleibt das Wetter stabil.
Fast bis zum Turm führte die Strecke über Asphalt, ungefähr 20 Kilometer, allerdings mit einigen ordentlichen Steigungen. Hinter Georgsmarienhütte ging es in den Wald hinein. Der erste Gang war mein bester Freund – langsam und mit viel Geduld kämpfte ich mich nach oben. Kurz darauf kam der Varusturm in Sicht.
Der Turm ist hoch, massiv gebaut und aus Beton errichtet. Besonders beeindruckend sind die bemalten Träger, die mit verschiedenen Motiven gestaltet wurden. Jede Seite erzählt auf ihre Weise eine kleine Geschichte. Alles wirkt sehr gepflegt und liebevoll gestaltet. Direkt neben dem Turm gibt es außerdem einen schönen Rastplatz.
Der Varusturm wurde als Aussichtsturm am Kamm des Teutoburger Waldes errichtet und erinnert mit seinem Namen an die berühmte Varusschlacht, die in dieser Region stattgefunden haben soll. Dadurch ist er nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch ein Ort mit historischem Bezug.
Bis zur Aussichtsplattform führen viele Treppen, und jede Ebene ist anders gestaltet. Oben angekommen wartet ein wunderschöner Blick über die Umgebung. Die Aussicht ist fantastisch, und nach einer kurzen Pause musste ich weiter zum nächsten Ziel.
Hermannsturm
Mein nächstes Ziel lag nur etwa 6 Kilometer entfernt. Die Strecke führte durch den Wald, ruhig und angenehm. Vom Varusturm ging es zunächst bergab, was richtig Spaß machte. Doch danach kamen wieder steile Anstiege. Obwohl die Entfernung gering war, musste ich kräftig in die Pedale treten. Die Beine waren noch frisch, und so schaffte ich es gut bis zum Kammweg.
Kurz vor dem Turm entdeckte ich eine Militäranlage, wo Soldaten offenbar Übungen machten. Für einen Moment dachte ich schon, dass mein Weg dort hindurchführen würde. Zum Glück gab es einen Umweg, und wenig später stand ich vor dem Hermannsturm. Je nach gewählter Route kann der Weg dorthin sehr anstrengend sein. Manche Abschnitte wären selbst mit einem E-Bike schwierig.
Der Hermannsturm ähnelt in seiner Bauweise stark dem Varusturm. Auch hier sind die Träger dekorativ bemalt. Der Turm liegt ebenfalls auf dem Höhenzug des Teutoburger Waldes und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer, die hier eine weite Aussicht genießen können.
Die Treppen waren schnell erklommen, und wie erwartet wurde ich oben mit einer schönen Aussicht belohnt. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wer in der Nähe unterwegs ist, sollte diesen Ort unbedingt einplanen.
Hier machte ich eine längere Pause und studierte ein wenig die Karte. Dabei entdeckte ich zufällig noch einen weiteren Turm – einen ehemaligen Wasserturm, der zu einem Aussichtsturm umgebaut wurde. Sofort entschied ich mich, meine Tour zu erweitern.
Zum Wasserturm Borgloh
Etwa 10 Kilometer entfernt – warum also nicht? Diese Strecke machte richtig Spaß, denn es ging fast die ganze Zeit bergab. Anfangs allerdings sehr vorsichtig, weil der Weg steil war und voller großer Steine lag.
Danach führte der Weg eine Zeit lang durch den Wald, bis ich die Borglocher Straße erreichte. Von dort ging es weiter bergab, bis ich fast in Borgloh war. Den Wasserturm Borgloh konnte ich sofort erkennen, da er direkt an der Straße steht.
Mein Fahrrad ließ ich am Rastplatz neben dem Turm stehen und machte mich auf den Weg zur Aussichtsplattform. Der Turm hat feste Öffnungszeiten und ist nicht immer zugänglich. In meinem Fall hatte ich Glück und konnte hinauf.
Im Inneren gibt es viele Treppen, allerdings ist die Bauweise ungewöhnlich: Zwischen den Ebenen führen schmale Gänge zwischen der Außenwand und dem ehemaligen Wasserbehälter hindurch. Man bewegt sich quasi zwischen zwei Mauern.
Der Wasserturm Borgloh diente früher der Wasserversorgung der Umgebung und wurde später teilweise für Besucher geöffnet. Damit verbindet er heute technische Geschichte mit einer zusätzlichen Funktion als Aussichtspunkt.
Die Aussichtsplattform ist kleiner, als man von unten vermutet, da der zentrale Bereich weiterhin für technische Anlagen genutzt wird und gesperrt ist. Trotzdem ist der Ausblick sehr schön, und ich freute mich, dass man den Turm überhaupt besteigen kann.
Langsam wurde es spät, und zum ersten Mal war ich unsicher, ob ich alle geplanten Türme noch bei Tageslicht schaffen würde.
Aussichtsturm Beutling
Bis zum Aussichtsturm Beutling waren es etwa 10 Kilometer. Der Weg bis Wellingholzhausen war angenehm und verlief über die Straße. Danach wurde es deutlich anstrengender. Hier ist es wichtig, die richtige Route zu wählen, denn einige Wege sind extrem steil. Vermutlich hatte ich eine der einfacheren Varianten erwischt, und mit etwas zusätzlicher Kraft schaffte ich es bis zum Turm.
Der Aussichtsturm ist riesig und vollständig aus Holz gebaut. Schon beim ersten Blick merkt man, wie hoch er ist. Leider sieht man auch, dass die Konstruktion sanierungsbedürftig ist. Einige massive Holzträger sind deutlich beschädigt. Wahrscheinlich wird der Turm irgendwann renoviert werden müssen.
Der Beutlingsturm ist ein markanter Holzaussichtsturm im Teutoburger Wald und bekannt für seine besonders weite Aussicht über das Osnabrücker Land. Gerade seine Holzbauweise verleiht ihm einen ganz besonderen Charakter.
Offenbar wurden die Treppen bereits teilweise saniert. Daneben steht eine kleine Spendenkasse. Es wäre schön, wenn jeder Besucher ein wenig Geld für den Erhalt des Turmes dalassen würde.
Nach vielen Treppenstufen erreichte ich die Plattform. Oben wurde ich mit einem großartigen Panorama belohnt. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend. Hoffentlich wird der Turm rechtzeitig renoviert, damit Besucher diesen Ort weiterhin genießen können.
Die große Aussichtsplattform mit einer kleinen Bank lädt eigentlich zu einer langen Pause ein. Unten gibt es zusätzlich Schutzhütten und Sitzplätze. Ich hätte gerne länger geblieben, aber es war bereits 17 Uhr, und drei Türme warteten noch.
Luisenturm
Bis zum Luisenturm nach Borgholzhausen war es nur eine kurze Strecke. Die ersten Kilometer waren leicht, doch dann kam ein etwa 1,5 Kilometer langer, sehr steiler Anstieg auf Asphalt. Im ersten Gang, mit 4 km/h und mehreren kleinen Pausen, schaffte ich es schließlich nach oben. Das kostete viel Kraft – und Zeit hatte ich nicht mehr viel.
Endlich erreichte ich den kleinen Parkplatz beim Turm. Von dort ging es noch kurz durch den Wald, und bald stand ich vor dem Luisenturm. Daneben befindet sich auch eine Waldgaststätte, die leider geschlossen war.
Der Luisenturm ist ein traditionsreicher Aussichtsturm auf dem Johannisegge, einem Höhenzug bei Borgholzhausen. Er ist seit vielen Jahren ein beliebtes Ausflugsziel und bietet einen schönen Rundblick über die umliegende Landschaft.
Der Turm erinnert an den Beutlingsturm, ist aber kleiner und leichter gebaut. Dadurch gibt es auch weniger Treppen. Von der großzügigen Aussichtsplattform hat man einen schönen Blick. Im Sommer dürfte hier einiges los sein – besonders wenn die Gaststätte geöffnet ist.
Die anstrengende Auffahrt hat sich gelohnt. Jetzt ging es weiter.
Aussichtsturm Steinegge
Da ich mich für den Kammweg entschieden hatte, würde ich diesen Abschnitt nur Mountainbikern empfehlen. Der Weg ist oft anstrengend, mit vielen Wurzeln und großen Steinen. Man muss vorsichtig fahren, und an einigen Stellen auch kurz schieben. Trotzdem macht es Spaß.
Wenn man auf dem Kammweg bleibt, sind die Steigungen bis Steinegge etwas geringer. Zwischen den beiden Türmen begegnete mir niemand. Es war vollkommen ruhig.
Am späten Nachmittag erreichte ich den Aussichtsturm Steinegge. Es handelt sich um einen Fernmeldeturm mit einer großen Aussichtsplattform. Einen ähnlichen Turm kenne ich aus Porta Westfalica, aber hier liegt die Plattform deutlich höher.
Der Turm auf der Steinegge verbindet technische Nutzung mit einer öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform. Von hier aus hat man einen weiten Blick über den Teutoburger Wald und die umliegenden Höhenzüge.
Über spiralförmige Metalltreppen ging es nach oben. Sobald ich die Baumwipfel erreichte, meldete sich die Höhenangst. Doch die Mühe lohnte sich: Oben bot sich ein fantastischer Rundblick. Viele der Orte, die ich heute besucht hatte, konnte ich von dort oben sehen.
Neben dem Turm gibt es Tische und Bänke. Dort blieb ich noch etwa zehn Minuten. Bis zum Sonnenuntergang war nur noch etwa eine Stunde Zeit, und der letzte Turm des Tages wartete noch.
Zum Lüdenstein
Noch 8 Kilometer lagen vor mir. Zunächst ging es lange bergab – erst durch den Wald, später auf Asphalt. Bis Bad Rothenfelde rollte es fast von allein. Nach den vielen Anstiegen des Tages war das eine willkommene Erholung.
Von dort waren es noch rund 2 Kilometer durch den Wald bis zum Lüdenstein. Die Strecke war machbar, aber nicht ganz leicht. Etwa 15 Minuten vor Sonnenuntergang erreichte ich den Turm.
Der Lüdenstein ist wie der Varus- und Hermannsturm gebaut, allerdings ohne die farbigen Bemalungen. Auch der Zustand wirkt weniger gepflegt. Der Aussichtsturm liegt ruhig im Waldgebiet bei Bad Rothenfelde und bietet normalerweise eine schöne Aussicht auf die Umgebung.
Leider ist die Sicht inzwischen stark von den umliegenden Bäumen eingeschränkt. Eigentlich wollte ich hier den Sonnenuntergang beobachten, doch die Bäume verdeckten den Blick.
Die Umgebung war jedoch wunderbar ruhig, und ich machte hier meine letzte Pause des Tages. Danach musste ich nur noch zurück zum Campingplatz.
Die Rückfahrt – Die Turmjagd – Teil 45 – noch 7 Türme auf der Liste ist fast vorbei
Langsam wurde es dunkel, und 28 Kilometer lagen noch vor mir. Es wurde auch deutlich kälter, also zog ich Mütze und Handschuhe an.
Zum Glück führte der Weg überwiegend bergab, und größere Steigungen gab es keine mehr. Das war der einfachste Teil der ganzen Route. Ohne weitere Pause fuhr ich zügig weiter und schaffte die restlichen Kilometer schnell.
Die Fahrt durch die Nacht war entspannt und schön. Ich fahre gerne im Dunkeln. Gegen 22 Uhr stand ich wieder an meinem Wagen auf dem Campingplatz. Dort musste ich nur noch mein Fahrrad für die Nacht vorbereiten – und Die Turmjagd – Teil 45 – noch 7 Türme auf der Liste war geschafft.
Es war ja anstrengend, aber wirklich gut. So endet Die Turmjagd – Teil 45 – noch 7 Türme auf der Liste. Bald kommt noch eine Jagd. Bis dann!
Genaue Beschreibung der Route auf Komoot.
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