Die Turmjagd – Teil 44 – noch 4 Aussichtstürme
Die Turmjagd – Teil 44 – noch 4 Aussichtstürme in der Nähe von Soeste. Eingeplant waren die Türme in Klostermersch (x2), Woeste und Achsewiesen. Zusätzlich besuche ich den Skywalk in der Nähe von Allagen. An dem Tag bin ich ziemlich spät losgefahren, gegen 10:30 Uhr.
Ich hatte nicht viel Zeit mit Tageslicht, aber für die rund 100 km sollte es reichen – vorausgesetzt, ich verfahre mich nicht wieder, wie es mir zuvor schon passiert ist.
Zum Skywalk
Vom Campingplatz bis zum Skywalk waren es etwa 5–6 Kilometer. Ein Teil der Strecke war mir bereits vertraut, da ich einige Tage zuvor in der Umgebung meine letzte „Turmjagd“ gemacht hatte. Danach folgte jedoch ein steiler Abschnitt, der direkt hinauf zum Skywalk führt – nicht besonders kurz und definitiv nicht ohne Anspruch.
Oben angekommen erreicht man den Skywalk, eine Aussichtsplattform aus Metall. Die Konstruktion wirkt sehr interessant, und der Ausblick ist wirklich beeindruckend. Direkt daneben befinden sich ein Tisch und eine Gartenbank, sodass man die Umgebung in Ruhe genießen kann. Mir hat der Ort sehr gut gefallen – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, wenn man in der Nähe ist.
Hier habe ich mich noch mit einem anderen Radfahrer ausgetauscht, bevor ich mich auf den Weg zu meinem nächsten Ziel gemacht habe.
Aussichtsturm Achsewiesen
Mein nächstes Ziel lag etwa 10 Kilometer von Soest entfernt. In ein paar Stunden sollte ich dort sein. Die Strecke dorthin war angenehm und entspannt zu fahren. Es gab viele Stellen, die sich perfekt für Panoramaaufnahmen eigneten. Der Radweg war größtenteils asphaltiert, was die Fahrt zusätzlich erleichtert hat.
In Soest habe ich kurz eingekauft und dabei eine Konditorei entdeckt, die leckeren Kuchen anbot – zwei Stück davon habe ich mir natürlich gegönnt. Kurz darauf habe ich mich allerdings verfahren und bin dank Komoot in die falsche Richtung gefahren. Als ich den Fehler bemerkte, musste ich etwa 7 km zurückfahren – und anschließend die gleiche Strecke wieder, um zurück auf meine Route zu gelangen.
Aber so ist das eben manchmal im Leben: Fahrrad wenden und weiter geht’s. Nach etwa 20 Minuten war ich schließlich am Turm angekommen. Er ist eher klein, aus Holz gebaut und verfügt über eine Metall-Spindeltreppe. Es gibt zwei Aussichtsplattformen, von denen aus man die Umgebung gut beobachten kann – allerdings nicht in alle Richtungen.
Für Vogelfotografie eignet sich der Ort hervorragend. Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Geduld kann man hier tolle Aufnahmen machen. Ich war ganz allein dort und habe mir bewusst Zeit genommen. Nach etwa 30 Minuten ging es für mich weiter.
Zwei Aussichtstürme in Klostermersch
Bis zu meinem nächsten Ziel waren es noch ungefähr 16 Kilometer. Die Strecke führte durch kleine Städte und Dörfer und ließ sich zügig fahren. Dieses Mal gab es keine steilen Anstiege wie bei meiner letzten Tour. Nach etwa einer Stunde erreichte ich den ersten Turm, der deutlich größer ist. Entlang des Weges findet man kleine Schilder, die den Weg weisen, da der Turm etwas versteckt liegt.
Der Turm verfügt über zwei Ebenen und eine große Aussichtsplattform mit mehreren Gartenbänken. Hier kann man problemlos Stunden verbringen und einfach entspannen. Bei dem guten Wetter habe ich mir eine längere Pause gegönnt und die Sonne genossen. Obwohl der Turm grundsätzlich zugänglich ist, darf man ihn nicht jederzeit betreten – bis 21 Uhr ist der Zugang erlaubt, danach gelten Ruhezeiten.
Irgendwann ging es weiter zum zweiten, kleineren Turm. Gerade einmal 1,3 km entfernt steht er bereits. Dieser Aussichtsturm ist deutlich schlichter: ein paar Stufen und schon steht man auf der Plattform. Die Aussicht ist eher begrenzt, aber dennoch ein kurzer Stopp wert.
Aussichtsturm Woeste
Mein letztes Ziel für diesen Tag lag ebenfalls nicht weit entfernt. Mit einem guten Tempo habe ich die Strecke kaum wahrgenommen.
Dieser Turm hat eine interessante Architektur – wie viele der Türme auf dieser Tour. Er ist nicht besonders hoch, bietet aber dennoch einen schönen Blick über die Felder und die kleinen Seen in der Umgebung. Die Aussichtsplattform ist groß, und die Wände verlaufen nicht senkrecht, sondern leicht schräg, sodass man sich theoretisch ein wenig nach vorne lehnen kann – ein ungewöhnliches Gefühl. Daneben stehen einige etwas eigenartig platzierte Gartenbänke sowie Fahrradständer.
Von hier aus waren es noch etwa 30 Kilometer zurück zum Campingplatz. Teile der Strecke überschnitten sich mit meinem Hinweg, was aber völlig in Ordnung war. Die Rückfahrt war sehr entspannt, und ich habe kaum gemerkt, wie die Zeit verging. Ich hatte schon damit gerechnet, erneut in die Nacht hineinzufahren, doch dieses Mal blieb mir das erspart.
Auf dem Campingplatz habe ich schließlich einen jungen Mann aus den Niederlanden kennengelernt. Er war zu Fuß und mit Zelt unterwegs in Richtung Ukraine, mit dem Ziel, Spenden zu sammeln und die Menschen vor Ort zu unterstützen.
Wir haben die ganze Nacht über verschiedenste Themen gesprochen und Erfahrungen ausgetauscht – eine wirklich schöne Begegnung und eine unerwartet nette Überraschung. Ein gelungener Tag, voller positiver Energie.
Bald kommt noche eine Jagd. Bis dann.
Genaue Beschreibung der Route auf Komoot.
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